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Watson Sir Watson,
Bis dahin war die lange Reise abwechslungsreich und entspannt, weil Lola alles Neue und Unbekannte mit mir teilte. Deshalb war es gar nicht schlimm. Aber dann waren da wieder zwei neue Gesichter. Nach einer Weile im Gras, wo ich mit Lola tobte, ging es dann wieder in ein Auto. Es war ganz nett, denn da gab es eine Decke zum reinkuscheln und allerhand neue, interessante Gerüche. Aber nach ein paar Minuten der Schreck, keine Lola mehr da, nur ich und mein neues Frauchen auf dem Rücksitz. Aber da musste ich , natürlich unter lautstarkem Protest, durch. Nach einer ganzen Weile waren wir dann da, wo jetzt mein neues Zuhause ist. Es war ganz passabel. Und vor allem, es waren viele Spielgefährten da und ich war nicht mehr alleine. Was für ein schönes neues zu Hause! Ich war glücklich und zufrieden, machte Dani und Uwe keinen Ärger, war immer nur lieb und machte nichts kaputt. Dann hörte ich ganz oft -, ein nettes Mädchen für Watson wäre doch super! Das nette Mädchen sollte Miss Marple heißen. So verging ein halbes Jahr und dann, es war ein schöner Tag, klingelte es und wer stand vor der Tür ? ,,Miss Marple“. Klein und verknautscht, aber voller Elan. Sie kam - ich sah - sie siegte und ich war verliebt. Jetzt war Schluß mit der gemütlichen Ruhe. Meine Ohren, meine Beine, alles von mir musste in ihre Schnauze, das war ganz schön schmerzhaft. Sie stellte alles auf den Kopf , ging auf Tisch und Stühle wenn keiner da war, machte all die Sachen, die ich für ungehörig hielt. Ich war nett und ruhig , ein bisschen stur, aber nur lieb und sie war ein kleines Ungeheuer. Mittlerweile ist auch sie lieb und hört gut, aber sie wird wohl immer das kleine Ungeheuer bleiben und ich werde sie weiter ganz doll lieb haben. Jetzt arbeiten wir beide sehr gerne. Uwe macht mit uns mantrailing, das ist eine tolle Beschäftigung für Kopf und Körper. Miss Marple macht auch gerne Unterordnung. Die Begleithunde-Prüfung hat sie mit sehr gut bestanden. Ich höre zwar recht gut, aber länger neben Herrchen laufen muss für mich nicht sein. Ich tobe lieber rum und mache Scherze. Jedoch bin ich beim Mantrailing ruhig und konzentriert. Auch eine 24 Stunden alte Strecke macht mir überhaupt keine Probleme und ich finde auch die versteckteste Person. Jedem das seine. So wird man bei jedem Hund, auch von der gleichen Rasse, seine kleinen oder großen Unterschiede feststellen, da jeder seinen eigenen Charakter hat. Der eine ist ruhig und besonnen, der andere ein Wirbelwind. Das sollte ein Frauchen oder Herrchen seinem Hund auch zugestehen. Ich glaube deshalb, weil wir leben dürfen wie wir möchten, jedoch mit ein paar wichtigen Regeln an die wir uns halten müssen und mit artgerechter Beschäftigung geht es uns gut. Wir sind die Hunde unserer Menschen. |
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